Automatisierung & KI-Arbeitsbegleiter

Recherche- & Monitoring-Agent

Manche Informationen müsste man regelmäßig prüfen: was Wettbewerber ändern, was in Bewertungen steht, welche Ausschreibungen erscheinen, welche Förderung ausläuft. Müsste. In der Praxis schaut niemand nach – bis es jemand anderes zuerst wusste.

Danach habt ihr …

  1. 1

    Neues fällt auf, ohne dass jemand nachschaut

    Wettbewerber-Websites, Bewertungsportale, Branchen- und Vergabequellen werden im festen Takt geprüft und mit dem letzten Stand verglichen.

  2. 2

    Ein kurzer Report statt zwanzig offener Tabs

    Was sich geändert hat, kommt verdichtet dorthin, wo ihr es lest – per Mail, Slack oder Notion.

  3. 3

    Ein Agent, der eure Fragestellung kennt

    Quellen, Rhythmus und Relevanzfilter sind auf das zugeschnitten, was ihr wissen wollt. Bewerten bleibt eure Sache.

01Intro

Ein Monitoring-Agent übernimmt das Nachschauen: Er prüft definierte Quellen in festem Rhythmus, vergleicht mit dem letzten Stand und verdichtet, was sich geändert hat, zu einem kurzen Report – einmal pro Woche in deinem Postfach statt zwanzig offener Tabs. Als Auftrags-Scout sagt er dir freitags: Diese zwei Chancen sind neu, die solltest du dir ansehen.

Das ist keine perfekte Marktbeobachtung – was Quellen nicht hergeben (rechtlich oder technisch), kann auch der Agent nicht sehen, und Quellenrecht wird vor dem Einrichten geprüft. Die Ergebnisse brauchen menschliche Einordnung: Der Agent sammelt und verdichtet, bewerten musst du. Deshalb ist dieser Baustein meist die Vertiefung nach den ersten Projekten, nicht der Einstieg.

02Ablauf

  1. 01

    Fragestellung schärfen

    Was willst du wissen – und was würdest du mit der Antwort tun? „Alles über den Markt“ ist keine Fragestellung. „Welche Vergaben über 50 T€ erscheinen in unserem Umkreis“ schon.

  2. 02

    Quellen festlegen und prüfen

    Welche Websites, Portale und Feeds geben die Antwort her – und dürfen sie automatisiert gelesen werden? Was nicht sauber zugänglich ist, fliegt raus oder wird manuell eingespeist.

  3. 03

    Rhythmus und Format bestimmen

    Täglich, wöchentlich, monatlich – und wohin: Mail, Slack, Notion? Der beste Report ist der, den du tatsächlich liest. Kurz schlägt vollständig.

  4. 04

    Agent aufsetzen und kalibrieren

    Die ersten Reports sind zu laut oder zu leise – das ist normal. Relevanzfilter und Schwellen werden nachjustiert, bis das Signal-Rausch-Verhältnis stimmt.

  5. 05

    In den Alltag einbauen

    Der Report bekommt einen festen Platz: Montagsrunde, Wochenplanung, Akquise-Block. Ein Monitoring, auf das niemand reagiert, wird abgeschaltet – auch das ist ein Ergebnis.

03Ausbaustufen

Stufe 1 kommt ohne Infrastruktur aus: ein Klick, ein Report.

Stufe 1

Einstieg: der Report auf Knopfdruck

Ein eingerichteter Recherche-Workflow, den du manuell anstößt – etwa freitags per Klick. Zeigt den Wert, bevor Technik entsteht.

Stufe 2

Ausbau: der geplante Agent

Feste Quellen, fester Rhythmus, automatischer Mail- oder Slack-Report mit Vergleich zum letzten Stand.

Stufe 3

Vollausbau: Verlauf und Alarme

Dashboard mit Historie, Trends über Monate, Sofort-Alerts bei definierten Ereignissen – wenn das Monitoring den Alltag trägt.

04Selbst ausprobieren

simulation · fiktive zimmerei · zeitraffer

Der Auftrags-Scout einer fiktiven Zimmerei beobachtet Vergabeportale, zwei Wettbewerber und die eigenen Bewertungen. Drück Play – eine Woche in einer halben Minute.

// was der agent sieht

Der Workflow dahinter: Ein Zeitplan weckt den Agenten, der liest die Quellen, vergleicht mit dem letzten Stand und sortiert nach Relevanz. Nur was zählt, landet verdichtet im Report – der Rest geht still in die Ablage. Bewertet wird am Ende von dir.

Vergabeportale Wettbewerber Bewertungen & Presse Agentliest im Taktvergleicht Stand Relevanzneu? wichtig?Chance? Report4 Zeilen statt23 Ereignissen Menschbewertet nicht relevant → Ablage

Der Takt kommt vom Zeitplan (täglich, wöchentlich), nicht von deiner Aufmerksamkeit.

05Technische Umsetzung

  • Quellenzugriff je nach Lage: RSS/Feeds und APIs zuerst, Website-Crawling wo erlaubt, manuelle Uploads für den Rest.
  • Ein Scheduler stößt die Läufe an: Cron, n8n, Make oder ein kleiner eigener Worker.
  • Das Sprachmodell verdichtet: Was ist neu, was hat sich geändert, was ist relevant – mit Vergleich zum letzten Stand statt Rohdaten-Flut.
  • Ausgabe dorthin, wo du liest: E-Mail-Report, Slack/Teams, Notion/Obsidian oder ein schlichtes Dashboard.
  • Eine kleine Datenhaltung merkt sich Verlauf, Quellen und Reports – daraus entstehen später Trends.
  • Hosting: Worker auf Vercel/Render/Hetzner oder eine Automationsplattform – bewusst leichtgewichtig.

zur einordnung · Diese Punkte zeigen, wie so etwas typischerweise gebaut wird – nicht, wie es bei dir gebaut werden muss. Was wirklich passt, entscheidet sich im Projekt: an deinem Bestand, deinem Team und dem, was sich danach gut pflegen lässt.

06Ergänzende Bausteine

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