Automatisierung & KI-Arbeitsbegleiter

Recherche- & Monitoring-Agent

Manche Informationen müsste man regelmäßig prüfen: was Wettbewerber ändern, was in Bewertungen steht, welche Ausschreibungen erscheinen, welche Förderung ausläuft. Müsste. In der Praxis schaut niemand nach – bis es jemand anderes zuerst wusste.

Recherche- & Monitoring-Agent

01Intro

Ein Monitoring-Agent übernimmt das Nachschauen: Er prüft definierte Quellen in festem Rhythmus, vergleicht mit dem letzten Stand und verdichtet, was sich geändert hat, zu einem kurzen Report – einmal pro Woche in deinem Postfach statt zwanzig offener Tabs. Was beobachtet wird, bestimmst du: Wettbewerber-Websites, Bewertungsportale, Branchenquellen, Ausschreibungs- und Vergabeplattformen. Als Projekt- und Auftrags-Scout gedacht, wird daraus ein stiller Mitarbeiter, der montags sagt: Diese zwei Chancen sind neu, die solltest du dir ansehen.

Ehrlich vorweg: Das ist keine perfekte Marktbeobachtung – was Quellen nicht hergeben (rechtlich oder technisch), kann auch der Agent nicht sehen, und Quellenrecht wird vor dem Einrichten geprüft. Die Ergebnisse brauchen menschliche Einordnung: Der Agent sammelt und verdichtet, bewerten musst du. Deshalb ist dieser Baustein meist die Vertiefung nach den ersten Projekten, nicht der Einstieg.

02Demo

simulation · fiktive zimmerei · zeitraffer

Der Auftrags-Scout einer fiktiven Zimmerei beobachtet Vergabeportale, zwei Wettbewerber und die eigenen Bewertungen. Drück Play – eine Woche in einer halben Minute.

// was der agent sieht

Der Workflow dahinter: Ein Zeitplan weckt den Agenten, der liest die Quellen, vergleicht mit dem letzten Stand und sortiert nach Relevanz. Nur was zählt, landet verdichtet im Report – der Rest geht still in die Ablage. Bewertet wird am Ende von dir.

Vergabeportale Wettbewerber Bewertungen & Presse Agentliest im Taktvergleicht Stand Relevanzneu? wichtig?Chance? Report4 Zeilen statt23 Ereignissen Menschbewertet nicht relevant → Ablage

Der Takt kommt vom Zeitplan (täglich, wöchentlich), nicht von deiner Aufmerksamkeit – genau deshalb funktioniert es.

03Ablauf

  1. 01

    Fragestellung schärfen

    Was willst du wirklich wissen – und was würdest du mit der Antwort tun? „Alles über den Markt“ ist keine Fragestellung. „Welche Vergaben über 50 T€ erscheinen in unserem Umkreis“ schon.

  2. 02

    Quellen festlegen und prüfen

    Welche Websites, Portale und Feeds geben die Antwort her – und dürfen sie automatisiert gelesen werden? Was nicht sauber zugänglich ist, fliegt raus oder wird manuell eingespeist.

  3. 03

    Rhythmus und Format bestimmen

    Täglich, wöchentlich, monatlich – und wohin: Mail, Slack, Notion? Der beste Report ist der, den du tatsächlich liest. Kurz schlägt vollständig.

  4. 04

    Agent aufsetzen und kalibrieren

    Die ersten Reports sind zu laut oder zu leise – das ist normal. Relevanzfilter und Schwellen werden nachjustiert, bis das Signal-Rausch-Verhältnis stimmt.

  5. 05

    In den Alltag einbauen

    Der Report bekommt einen festen Platz: Montagsrunde, Wochenplanung, Akquise-Block. Ein Monitoring, auf das niemand reagiert, wird abgeschaltet – auch das ist ein Ergebnis.

04Ausbaustufen

Der Wert zeigt sich vor jeder Infrastruktur – Stufe 1 ist bewusst ein Handgriff.

Stufe 1

Einstieg: der Report auf Knopfdruck

Ein eingerichteter Recherche-Workflow, den du manuell anstößt – etwa freitags per Klick. Zeigt den Wert, bevor Technik entsteht.

Stufe 2

Ausbau: der geplante Agent

Feste Quellen, fester Rhythmus, automatischer Mail- oder Slack-Report mit Vergleich zum letzten Stand.

Stufe 3

Vollausbau: Verlauf und Alarme

Dashboard mit Historie, Trends über Monate, Sofort-Alerts bei definierten Ereignissen – wenn das Monitoring den Alltag trägt.

05Technische Umsetzung

  • Quellenzugriff je nach Lage: RSS/Feeds und APIs zuerst, Website-Crawling wo erlaubt, manuelle Uploads für den Rest.
  • Ein Scheduler stößt die Läufe an: Cron, n8n, Make oder ein kleiner eigener Worker.
  • Das Sprachmodell verdichtet: Was ist neu, was hat sich geändert, was ist relevant – mit Vergleich zum letzten Stand statt Rohdaten-Flut.
  • Ausgabe dorthin, wo du liest: E-Mail-Report, Slack/Teams, Notion/Obsidian oder ein schlichtes Dashboard.
  • Eine kleine Datenhaltung merkt sich Verlauf, Quellen und Reports – daraus entstehen später Trends.
  • Hosting: Worker auf Vercel/Render/Hetzner oder eine Automationsplattform – bewusst leichtgewichtig.

zur einordnung · Diese Punkte zeigen, wie so etwas typischerweise gebaut wird – nicht, wie es bei dir gebaut werden muss. Was wirklich passt, entscheidet sich im Projekt: an deinem Bestand, deinem Team und dem, was sich danach gut pflegen lässt.

06Ergänzende Bausteine

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